Deutscher Gewerkschaftsbund

18.04.2017

DGB Markgräflerland: 400 Menschen beim Ostermarsch 2017 in Müllheim

400 Menschen beim Ostermarsch 2017 in Müllheim
Für eine menschliche Welt in Frieden! Entschieden gegen rechts!

Ostermontag ist im Südwesten Ostermarschzeit. Friedensrat Markgräflerland und DGB-Kreisverband Markgräflerland hatten auch in diesem Jahr dazu vor die Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim eingeladen und 400 Menschen waren der Einladung gefolgt.

Uli Rodewald verlas eine Grußadresse des Rüstungskritikers Jürgen Gräßlin, in der die kriegerische Funktion der Deutsch-Französischen Brigade dargestellt und deren Auflösung gefordert wird. Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat überbrachte den Gruß des Liedermachers Konstanin Wecker an die Ostermarschierer, in dem es heißt: "Ich misstraue entschieden der Fiktion, mehr Menschlichkeit ließe sich durch unmenschliche Kriege herbei bomben. Nichts hat dem Terror mehr Nahrung gegeben als gerade der blindwütige "War on Terror" der letzten 16 Jahre. Und auch die entsetzliche Wiederkehr rechtsradikalen Gedankenguts in Europa hat mit unserer profitgetriebenen Kriegspolitik zu tun."

Dann stiegen an der Kaserne zum Lied "Traum vom Frieden" von Hannes Wader Ballons in die Luft, blaue mit der Friedenstaube und rote vom DGB, sie trugen den Wunsch nach Frieden über Müllheim hinaus.
Nach dem lauten Ostermarsch durch die Stadt, auf dem immer wieder die Forderung nach "Frieden schaffen ohne Waffen" und ein schrilles "Wir pfeifen auf eure Kriege!"zu hören war, wurden die Teilnehmer auf dem Marktplatz von Musikern aus dem Roma Büro Freiburg mit lebensfroher Musik begrüßt, die es den Zuhörern warm ums Herz und auch an den Händen werden ließ.

Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland verwies in seiner Rede auf die drastischen Veränderungen in der deutschen Politik in den letzten zwanzig Jahren: Mit dem Eintritt in den Krieg um Jugoslawien unter einer Rot/Grünen Regierung habe sich Deutschland von der Maxime "Nie wieder Krieg!" verabschiedet und sich für eine gewalttätige Politik entschieden. Um zu einer Politik des Friedens zu kommen, sei das Engagement der Vielen nötig.
Ostermarsch im Südwesten: Gibt den Teilnehmern Mut, fröhlich und entschieden einzutreten für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält. Denn das ist für die Menschen am besten.

http://www.friedensrat.org

zum Grußwort von Konstantin Wecker


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