Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2018

DGB Ortenau: Arbeitnehmerempfang in Achern gut besucht – DGB ruft zu Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit auf

DGB/JW

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Hauptrednerin Gabriele Frenzer-Wolf (stellvertretende DGB-Landesvorsitzende BaWü) stellte das Motto zum 1. Mai »Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit« als gewerkschaftliche Antworten auf Herausforderungen wie Digitalisierung, demographische Entwicklung und gespaltenen Arbeitsmarkt in ihrer Rede vor. Tobias Schnurr stellte die Wichtigkeit des Engagements der Betriebsräte hervor und bedankte sich bei den GewerkschafterInnen. 

Die Wirtschaft boomt, doch längst nicht mehr alle Beschäftigten und Rentnerinnen und Rentner haben Anteil am wachsenden Wohlstand. Unsere Gesellschaft spaltet sich immer stärker. Der DGB und seine Gewerkschaften dringen deshalb auf mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Solidarität und eine bessere Akzeptanz von gesellschaftlicher Vielfalt. Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.

Wir wollen, dass niemand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte den Schutz von Tarifverträgen genießen, und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir wollen ein gerechtes Steuersystem, mit dem eine solide Infrastruktur und bezahlbare Wohnungen finanziert werden, und einen öffentlichen Dienst, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Wir wollen gute Bildung für alle Kinder. Sie haben ein Recht darauf. Rentnerinnen und Rentner sollen in Würde altern können.

Diese Koalition muss ihre Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit, bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und Infrastruktur schnell und vollständig umsetzen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Sie muss mutiger werden!

Presseartikel hier: https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/arbeitnehmerempfang-bildungspolitik-in-der-kritik

 


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