Deutscher Gewerkschaftsbund

03.07.2017

DGB Südbaden: Aktionstag für eine sichere Rente

Rente

Höfflin DGB

Freiburger Kartoffelmarkt am 1. Juli 2017: An die 50 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter machten die Bevölkerung darauf aufmerksam, dass sich bei der Rente etwas ändern muss.

Dieser lokale Aktionstag war ein Baustein, der seit Monaten laufenden Rentenkampagne der DGB-Gewerkschaften. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, den politisch verordneten Renten-Sinkflug zu stoppen.

Es gab im Rahmen der Kampagne bereits zig Aktionen und Veranstaltungen – bundesweit und auf lokaler Ebene. „Tatsächlich haben wir dadurch erreicht, dass die Politik das Thema Rente in den Fokus nimmt. Und das muss sie auch. Es hat sich heute gezeigt, dass die Menschen sich dafür interessieren, denn unsere Infomaterialien mit den Vorschlägen des DGB zur Stabilisierung der Rente gingen weg wie warme Semmeln“, bilanzierte Werner Siebler, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Freiburg.

Hintergrund:
Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen
(z. B. per Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt. Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2.500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent.

Mehr Informationen unter: www.rente-muss-reichen.de


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