Deutscher Gewerkschaftsbund

26.03.2018

DGB Freiburg: Herausforderung Betriebsrat

BR

von links nach rechts: Michael Schubert, Gaby Jansen-Mau, Dr. Sergio Fortunato, Klaus Keßner. Steinebrunner DGB

Im Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2018 wählen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre neuen Interessensvertretungen. In bundesweit rund 28.000 Betrieben unterschiedlichster Größe stimmt die Belegschaft über etwa 180.000 BR-Mandate ab. Anlass genug für den DGB-Stadtverband Freiburg und die Landeszentrale für politische Bildung, Außenstelle Freiburg, um zum einem  Info- und Diskussionsabend: Herausforderung Betriebsrat – Demokratie im Unternehmen einzuladen. Als Referenten mit dabei: Klaus Keßner, Betriebsratsvorsitzender DSM Nutritional Products, Grenzach-Wyhlen und die beiden Arbeitsrechtler Dr. Sergio Fortunato und Michael Schubert. Den Abend moderierte Gaby Jansen-Mau vom Stadtverband.

Keßner berichtete zunächst aus seinen langjährigen Erfahrungen als Betriebsrat. Er erlebte dabei viel Auf-und-Ab, wobei für ihn und sein Gremium immer die Gestaltung und Einflussnahme auf gute Arbeitsbedingungen im Vordergrund standen. Fortunato nahm Bezug auf den aktuellen Koalitionsvertrag, in dem sich die Regierungsparteien vornehmen, die Gründung von Betriebsratsgremien zu erleichtern. „Wir sind noch nicht einmal in der Mitte des Wahlzeitraumes für BR-Wahlen und schon habe ich die erste Anfechtung zu bearbeiten“, erläuterte er. Die historische und arbeitsrechtliche Einordnung der Betriebsverfassung und die Rolle des Betriebsrates stellte Schubert in seinem Beitrag vor.

Danach entwickelte sich eine sehr interessante Diskussion zwischen Publikum und Referenten. Dabei ging es vorrangig um die Gründung eines Betriebsrates, die Grundlagen für die BR-Arbeit sowie die Entwicklung des Gremiums. Und Themen, die immer wichtiger werden, wie die Vereinbarung von Leben und Arbeit, Gesundheitsschutz und die Herausforderungen der Arbeit 4.0 (Digitale Revolution). Davon profitierten insbesondere eine erstmals gewählte Betriebsrätin und eine wiedergewählte von den vielen guten Tipps der Praxis- und Arbeitsrechtsexperten. Beide hoben hervor, dass es in ihren Unternehmen ein sehr hohe Wahlbeteiligung (weit über 80 %) gab. „Das ist ein Sieg für die Demokratie“, so ihr Fazit. Schade nur: die Resonanz (Teilnehmerzahl) auf den Diskussionsabend hätte üppiger ausfallen können.   


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