Deutscher Gewerkschaftsbund

16.03.2017

Kampagnenauftakt in Freiburg: DGB fordert Kurswechsel in der Rentenpolitik

rente

Steinebrunner DGB

Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken! - Kampagnenauftakt in Freiburg: DGB fordert Kurswechsel in der Rentenpolitik

DGB-Gewerkschaften in Freiburg starteten diese Woche in Freiburg die bundesweite DGB-Rentenkampagne „Rente muss für ein gutes Leben“ reichen. „Wir fordern mit der Kampagne einen Kurswechsel in der Rentenpolitik, damit die Menschen auch in der Zukunft von ihrer Rente leben können“, so Jürgen Höfflin (DGB).

Der Sinkflug in der Rente war eine politische Entscheidung und ist politisch gewollt. Deswegen ist es auch die Politik, die den Sinkflug stoppen kann und muss. „Wer jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss im Alter eine Rente bekommen, von der er oder sie im Alter auch in Würde leben kann“, verlangt Höfflin. „Zu diesem Konsens muss die Politik wieder zurückkehren und wir werden die Parteien im Bundestagswahlkampf daran erinnern“, so Höfflin weiter.

Heute beträgt das Rentenniveau 48 Prozent und wird, wenn wir nichts ändern, bis 2045 auf unter 42 Prozent sinken – bliebe das Niveau bei 48 Prozent wäre die Rente 2045 rund 14 Prozent höher. „Unter einem Rentenniveau von 48 Prozent ist keine gute Rente zu haben“ mahnt Thomas Steinebrunner (DGB). Der DGB fordert eine Stabilisierung des Rentenniveaus und später eine Erhöhung, damit eine drohende massenhafte Altersarmut nicht auftritt.

Der DGB fordert mit der Kampagne einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Daran werden sich alle Parteien vor und nach der Bundestagswahl 2017 messen lassen müssen. Für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ist das Ziel dieses Kurswechsels klar: Statt den Sinkflug bei der Rente fortzusetzen, müssen wir das gesetzliche Rentenniveau stabilisieren und das Rentenniveau langfristig wieder deutlich erhöhen.

 


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